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Paleo Convention 2017 #2 - SASCHA FAST - WAS HABEN BURPEES UND TRANSZENDENZ GEMEINSAM?


Sascha Fast ist Coach und Autor. Er beschäftigt sich mit den Themen Ernährung, Fasten, Bewegung, Kognition, Stress, Ruhe und Meditation. Seinen Blog www.me-improved.de verfolge ich schon seit Jahren. Sascha redet nicht nur, sondern experimentiert vielfältig mit verschiedensten Konzepten wie Kälteadaption, Fasten und vielen mehr. Damit kann ich mich gut identifizieren, deshalb war ich glücklich, ihn endlich persönlich kennen lernen zu dürfen. Seinen Workshop widmete er den Gemeinsamkeiten von harten Körperlichen Training und Transzendenz. Was bedeutet Mediation?


Eines der wichtigsten Elemente der Meditation ist für mich das Beobachten der Gefühle und Gedanken, die während des Innehaltens da sind, kommen und gehen. Sie werden registriert und akzeptiert, ohne sie als Gut, Schlecht, Richtig oder Falsch zu Werten und ohne mich mit Ihnen zu Identifizieren. Gefühle und Gedanken sind Reize, auf die nicht reagiert werden muss. Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum, den es für mich zu beherrschen und zu zügeln gilt, um nicht von Reizen versklavt zu werden. Ein Mehrwert einer regelmäßigen Meditationspraxis liegt in der Ausdehnung des Raumes zwischen Reiz und Reaktion. Im ERSTEN TEIL führten wir für 11 Minuten eine sitzende Meditation durch, wobei wir unsere Ellbogen mit Spannung über Schulterhöhe und die Hände auf Augenhöhe hielten. Schnell stellte sich ein mächtiger Reiz ein: SCHMERZ. Die animalische Reaktion auf den Schmerz wäre das Senken der Arme. Sinn der Mediation bestand aber genau darin, sich mit dem Schmerz zu arrangieren. Mein Geist versuchte sich abzulenken mit anderen Gedanken, doch ich versuchte immer wieder zum schmerzenden Reiz zurückzukehren und ihn einfach wertungslos wahrzunehmen. Da sind wir bei der ERSTEN GEMEINSAMKEIT zwischen Burpees und dieser Mediation: Hartes körperliches Training kann akute Schmerzen verursachen. Dieser Schmerz ist oft geplant und nicht schädigend, aber trotzdem vorhanden. Eine Mediationspraxis kann uns also helfen, die Abbruchschwelle des Trainings zu heben und länger durchzuhalten. Im ZWEITEN TEIL führten wir eine Atemübung nach Wim Hof durch, wie ich sie auch vor dem Eisbaden verwende. Wir atmeten 30-mal aggressiv ein und relativ kurz aus. Anschließend wurde nach einer vollständigen Ausatmung die Luft so lange wie möglich angehalten. Davon führten wir insgesamt drei Runden durch. Vor allem nach der letzten Runde stellte sich ein starker Schwindel ein, ich fühlte mich wie benommen. Alles kribbelte und es bahnte sich leichte Panik an. Hier liegt die ZWEITE GEMEINSAMKEIT zwischen hartem Training und Meditation beziehungsweise Atemübungen: Bei extremen Belastungen, wie hochintensiven Sprints, stellt sich dasselbe Gefühl wie nach der Atempraxis ein, obwohl unser Körper fast vollkommen in Ruhe ist. Wir können also mit diesen Atemtechniken das Gefühl extremer Belastungen simulieren und uns auf diese Situation vorbereiten, um im Ernstfall mit den Empfindungen vertraut zu sein und nicht in Panik zu verfallen. Genau dieses extreme Belastung erzeugten wir im DRITTEN TEIL: Wir führten dreimal Burpees so Intentsiv wie möglich für eine Minute durch und spürten in der Pausenzeit bewusst in unseren Körper. Es ist faszinierend, wie ähnlich die Empfindungen nach den Burpees denen der Meditation und Atmungen sind! Sascha hat uns in seinem Workshop also beeindruckend gezeigt, wie man durch Mediation und Atempraxis seine Konzentration, Ruhe und Leidensfähigkeit bei hartem körperlichen Training trainieren kann. Diese Gemütsruhe und Selbstkenntnis lässt uns auch in wirklich bedeutenden und gefährlichen Situation angemessen reagieren. Du möchtest auch mehr aus deinem Training für dich und dein Leben herausholen? Dann bewege dich mit uns!

[Bildquelle: www.saschafast.de]


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Dipl.-Ing. Tim Böttner

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